IAB-Arbeitsmarktbarometer Juli 2026
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Rückschlag beim IAB-Arbeitsmarktbarometer
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verzeichnet im Juli einen Rückgang von 0,2 Punkten auf 99,4 Punkte. Beide Komponenten des Frühindikators des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegen erstmals außerhalb der Pandemie gleichauf.
Das European Labour Market Barometer hält sich im Juli mit 100,1 Punkten hingegen knapp oberhalb der neutralen 100-Punkte-Marke.
Die Beschäftigungskomponente in Deutschland sinkt im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte. Damit liegt sie mit 99,4 Punkten jetzt deutlicher unter der neutralen Marke von 100 Punkten. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit kann sich hingegen weiter stabilisieren. Nach einem minimalen Anstieg um 0,1 Punkte liegt auch sie im Juli bei 99,4 Punkten.
»Die Arbeitslosigkeit steigt seit vier Jahren, aber lange gab es trotzdem noch einen positiven Beschäftigungsausblick. Angesichts von Wirtschaftskrise und demographischer Schrumpfung reicht es dafür mittlerweile nicht mehr«, erklärt Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs »Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen« am IAB. Die jüngste Eskalation in Nahost mit neuen Ölpreisanstiegen stelle zudem eine zusätzliche Belastung dar.
Das European Labour Market Barometer verzeichnet im Juli 100,1 Punkte, wie bereits im Vormonat. Insgesamt ist der Ausblick für das europäische Ausland damit besser als für Deutschland. Auch beim Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB liegen sowohl die Beschäftigungs- als auch die Arbeitslosigkeitskomponente mittlerweile fast gleichauf.
Datengrundlage
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.
Das European Labour Market Barometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer seit Juni 2018 gemeinsam von den 18 Arbeitsverwaltungen und dem IAB durchgeführten Befragung unter den lokalen oder regionalen Arbeitsagenturen der teilnehmenden Länder basiert. Dazu zählen: Belgien (Deutschsprachige Gemeinschaft, Wallonien), Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Island, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und Zypern.
Während Komponente A des IAB-Arbeitsmarktbarometers und des European Labour Market Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus diesen beiden Komponenten »Arbeitslosigkeit« und »Beschäftigung« bildet den Gesamtwert der beiden Barometer. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala der Barometer reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).
VERWEISE
siehe auch:
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