BA-X 07/2026

BA-X im Juli 2026: »Kräftenachfrage insgesamt weiter in Seitwärtsbewegung«

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein saisonbereinigter Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland, blieb von Juni auf Juli 2026 unverändert bei 103 Punkten. Er lag damit 4 Punkte über seinem Vorjahreswert. Insgesamt bewegt sich der BA-X seit über einem Jahr um den Jahresdurchschnitt von 2015, der als Referenzwert festgelegt wurde.
Trotz der insgesamt weiter schwachen Kräftenachfrage zeigt sich in immer mehr Branchen ein zumindest leichtes Stellenplus im Vergleich zum Vorjahr. Über dem Vorjahr rangieren vor allem die Stellenmeldungen aus dem Öffentlichen Bereich, gefolgt von Finanzen und Versicherungen, Energie- und Wasserwirtschaft, den Qualifizierten Unternehmensdienstleistungen, dem Baugewerbe, dem Gesundheitswesen sowie dem Verarbeitenden Gewerbe. Die größten prozentualen Rückgänge verzeichnen die Wirtschaftszweige Information und Kommunikation und das Gastgewerbe, gefolgt von den Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen sowie Pflege und Soziales.
Im Juli 2026 sind jeweils 11 Prozent des Bestands an gemeldeten Stellen dem Verarbeitenden Gewerbe, den Qualifizierten Unternehmensdienstleistungen sowie dem Bereich Gesundheit, Pflege und Soziales zuzurechnen. Jeweils 10 Prozent stammen aus dem Handel sowie dem Öffentlichen Bereich. 8 Prozent kommen aus dem Baugewerbe. 21 Prozent der gemeldeten Arbeitsstellen gehen auf Zeitarbeitsunternehmen zurück.
BA-X Konzept
Der BA-X ist der monatlich für Bund und ausgewählte Länder veröffentlichte Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA). Er ist der aktuellste Stellenindex in Deutschland und beruht auf den bei der BA gemeldeten Stellenangeboten. Der saison- und kalenderbereinigte Indikator bil-det die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt unabhängig von jahres-zeitlichen Einflüssen ab und spiegelt die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen wider.
Die Basis für den BA-Stellenindex bilden die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten un-geförderten Arbeitsstellen.1,2 Als Abbild der Arbeitskräftenachfrage fließen in den BA-X sowohl die Stellenzugänge als auch die Stellenbestände ein. Die Stellenzugänge spiegeln die Dynamik des monatlichen Einstellungsgeschehens und des aktuellen Personalbedarfs der Betriebe wider. Der Stellenbestand drückt das Niveau der Kräftenachfrage aus und beinhaltet implizit auch die Laufzeit der gemeldeten Stellen. Durch die Verwendung von Zugängen und Beständen
bildet der BA-X sowohl die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als auch mögliche Stellenbeset-zungsschwierigkeiten ab.
Für die Berechnung des BA-X werden der Stellenbestand und der Stellenzugang zunächst saisonbereinigt bzw. saison- und kalenderbereinigt. Auf Basis dieser Daten wird der arithme- tische Mittelwert berechnet. Anschließend werden die Abweichungen auf den Referenzwert (Jahresdurchschnitt 2015), der auf 100 normiert wurde, ermittelt. Durch die Saison- bzw. Kalen-derbereinigung kann es insbesondere am aktuellen Rand zu Abweichungen von früher veröffent-lichten Monatsversionen des BA-X kommen.
